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Donnerstag, 21-03-2019
09.03.2019

Die Rentrischer Späth-Orgel wird renoviert

Rascher als ursprünglich angedacht konnte die Firma Orgelbau Mayer aus Heusweiler mit den umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Rentrischer Kirchenorgel beginnen.

Nachdem bereits im November 2018 der Spieltisch in die Firmenwerkstatt verbracht wurde, war es am 14. Januar 2019 so weit; die Orgelbauerin Mona Planitzer und Orgelbauer Hubert Tabellion begannen mit Pfarrer Peter Serf und Franz Rebmann zusammen das Ausladen des Firmenfahrzeuges. Zunächst wurde eine kleine Orgel mit sechs Registern in das Kircheninnere verbracht. Dieses Instrument stellt die Firma Orgelbau Mayer für die Zeit der Renovierungsarbeiten zur Verfügung, damit die Gottesdienste mit Musik begleitet werden können.

Weitere Vorbereitungsarbeiten mussten nun erledigt werden mit dem Verbringen der Stühle und Bänke von der Empore in den Kirchenraum. Wertvolle Dienste leistete hierbei eine fahrbare Hebebühne. Entfernt wurden die Lautsprecherboxen der elektronischen Orgel, welche von den entsprechenden Elektrozuleitungen getrennt, nun nicht mehr spielbar ist. Das Entfernen von Regalen wurde notwendig wegen der späteren Aufstellung des Spieltisches an seinen ursprünglichen Platz.

Dann war der Zeitpunkt gekommen: Die Orgelpfeifen mussten ihren Platz verlassen. Sorgfältig sortiert nach Registern wurden die Pfeifen auf der Empore gelagert. Ausgebaut wurden auch die Membranenleisten und Pfeifenstöcke. Das Entfernen von verschiedenen Elektrokabeln, die nicht mehr der Norm entsprechend ausgetauscht werden müssen, war zwingend notwendig.

Der Motor, der die Orgel mit Wind versorgt, wurde inzwischen mit neuen Kabeln versehen und entsprechend der Norm wieder angeschlossen.

 

In einem Kostenangebot, von der Firma Orgelbau Mayer erstellt, wurden schon Einsparungen vorgesehen, die durch Eigenleistungen von Pfarrgemeindemitgliedern die Kosten in einem größeren Umfang senken könnten. Dies betrifft vor Allem die Vorbereitungsarbeiten und das Reinigen der Orgelpfeifen.

Diesen Aufgaben verschrieben haben sich Elisabeth und Bruno Schuster, Marc und Peter Schönenberger, Maria und Franz Rebmann, Robert Paulus und Matthias Bruckmann, die alle unentgeldlich, jedoch mit Herzblut und Freude bei der Renovierung des wertvollen Späth-Instrumentes behilflich sein möchten. Nach Anleitung durch die beiden Firmenangehörigen wurden insgesamt 1.464 Orgelpfeifen abgesaugt und gewaschen, damit sie wieder in neuem Glanz erstrahlen können.

Bei fast allen Holzpfeifen war jedoch mit Problemen zu kämpfen, die der Holzwurm verursacht hatte. Diese Pfeifen mussten zusätzlich mit einem Holzwurmbekämpfungsmittel eingestrichen werden. Der Schädling hatte auch einem Windkanal so stark zugesetzt, dass letztgenannter komplett erneuert werden muss.

Durch die große Hilfsbereitschaft der "Mitarbeiter" kamen die Renovierungsarbeiten gut voran.

Leider traten unerwartet erneute Mängel auf, die versteckt und bei der Voruntersuchung der Orgel nicht erkennbar waren. Und wieder war der Schuldige ein Holzwurm.

Denn nach dem Ausbau aller Orgelpfeifen, der Membranenleisten und der Pfeifenstöcke zeigte sich, dass auch einige Registerkanzellen so stark von dem Wurm befallen sind, dass die dadurch entstehenden Undichtigkeiten die technische Funktion und Intonation der Pfeifen stark beeinträchtigen.

Um eine erfolgreiche Renovierung zu gewährleisten, müssen die Kanzellen geöffnet, die Kegelventile ausgebaut und, neben einer Holzwurmbehandlung, die Kanzellen wieder abgedichtet werden.

Auch zeigte sich, dass bei den meisten Holzpfeifen die Stöpsel so fest sitzen, dass sich diese nicht mehr bewegen lassen. Betroffen sind hier vor allem die Register Subbass 16' und Quintade 16'. Diese Pfeifen sind in die Werkstattgebäude nach Heusweiler transportiert worden, wo die Stöpsel zum Teil ausgesägt, neu angepasst oder sogar neu angefertigt werden müssen.

Ferner wurde nach dem Ausbau aller Membranenleisten und der Ton-Registermagnete erkennbar, dass auch die großen Registereinschaltmembranen defekt sind. Um eine zuverlässige Funktion zu gewährleisten, müssen auch diese komplett erneuert werden.

All diese Überraschungen sind natürlich mit weiteren Kosten verbunden, müssen jedoch ausgeführt werden, damit eine erfolgreiche Renovierung abgeschlossen werden kann.

Ein kurzfristig erstelltes Nachtragsangebot der Firma Orgelbau Mayer weist eine Summe von 5.271 Euro aus. Diese gilt es jetzt durch weitere Spenden zu erreichen.

Wir Verantwortliche vom Ausschuss Orgelrenovierung würden uns sehr freuen, wenn weiterhin  "Freunde der Rentrischer Späth-Orgel" die Renovierung zu ihrer Herzensangelegenheit machen würden und durch ihre Spende behilflich wären, die Arbeiten zu einem erfolgreichen Abschluss bringen zu können. Es sind jederzeit noch Pfeifenpatenschaften möglich, ebenso Überweisungen auf das eingerichtete Spendenkonto bei der Kreissparkasse Saarpfalz.

 

Dessen IBAN lautet:

 

DE41 5945 0010 1030 2939 12.

 

Auf Wunsch werden Spendenbescheinigungen ausgestellt. Für die Pfeifenpatenschaften ist auch eine schön gestaltete Urkunde erhältlich. Selbstverständlich ist auch jede weitere Spende herzlich willkommen. Helfen Sie uns, unser im Jahre 2019 siebzig Jahre alt werdendes wertvolles Instrument der Firma Späth zum Lobe Gottes und zur Erbauung der Gemeinde wieder zum Erklingen bringen zu können. Wir danken Ihnen herzlich. 

Informationen sind über das Pfarrbüro in Scheidt zu erhalten unter der Telefonnummer 0681/814609 oder per E-Mail bei

Franz Rebmann / franzrebmann@aol.com, Marc Schönenberger / marcschoenenberger@web.de und Hubert Tabellion / huberttabellion@web.de.

 

Franz Rebmann