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Donnerstag, 21-03-2019
12.03.2019

saarVV führt HandyTicket ein

Der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) hat als neuen Vertriebsweg das HandyTicket eingeführt. Seit dem 18. Februar 2019 ist der Kauf von Tickets für Busse, Bahnen und die Saarbahn im Saarland leichter und digitaler.

Denn der saarVV bietet erstmalig den Kauf von Fahrkarten als HandyTicket an. Fahrgäste der Verkehrsunternehmen im saarländischen ÖPNV können jetzt für Einzelfahrkarten und Tageskarten, die man meist am Fahrkartenautomat oder beim Fahrer erhält, einen 2-D-Barcode als Fahrtberechtigung erwerben, individuell und bargeldlos buchbar.

Dieser Barcode wird auf dem Display von Smartphones dargestellt und an den Bordrechnern im Bus sowie mit Handkontrollgeräten in der Saarbahn und den Nahverkehrszügen geprüft.

Der Erwerb des HandyTickets ist einfach. Die Fahrgäste laden sich dazu die Saarfahrplan-App auf ihr Smartphone runter – Android bei Google Play, iOS im App Store ­– und registrieren sich dort. Jetzt können sie aus einem spezifischen Ticketsortiment von Einzelfahrkarten über Tageskarten, 1. Klasse-Tickets bis zu Anschlussfahrkarten für Zeitkarten wählen. Die Bezahlung erfolgt bequem per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte über die App. Zudem besteht die Möglichkeit, auf der Saarfahrplan-Webseite www.saarfahrplan.de unter dem Menüpunkt „Mein Online-Konto“ die Käufe einzusehen und persönliche Daten zu verwalten.

„Die Realisierung eines Mobile Ticketing ist nach der Einführung der saarVV Abo-Karten als eTicket mit Chip eine konsequente Weiterentwicklung der elektronischen Vertriebswege im saarländischen Öffentlichen Personennahverkehr. Sie ist eine Fortführung der notwendigen Digitalisierungsmaßnahmen des saarVV mit dem Ziel Papierfahrscheine und den dazugehörigen Bezahlvorgang zu ersetzen, um so die Abläufe für Kunden und der Verkehrsunternehmen zu verbessern. Die Technologie des HandyTickets basiert auf dem deutschlandweiten Standard der Kernapplikation des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen VDV“, betont Elke Schmidt, Geschäftsführerin der SNS GmbH.

Die Finanzierung erfolgt durch die Verkehrsunternehmen im saarVV und mit Unterstützung des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr.

Für Verkehrsministerin Anke Rehlinger bietet das HandyTicket die Möglichkeit, innovative neue Tarife einzuführen oder zu testen: „Die Zukunft der Mobilität ist zu-nehmend digital. Das gilt auch für den ÖPNV im Saarland. Mit dem neuen HandyTicket erleichtern wir den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr und machen ihn attraktiver. So bauen wir bestehende Zugangshemmnisse zur Nutzung des ÖPNV ab und bieten für Stammkunden, aber auch für neue Nutzer ein modernes, attraktives Angebot.“

Optimierung und Erweiterung der Saarfahrplan-App und -Webseite

Im Zuge der Vorbereitung der Handyticket-Einführung wurden auch die Webseite und die App des Saarfahrplans verbessert.

Der Saarfahrplan ermöglicht eine Fahrplanauskunft für alle öffentlichen Verkehrsmittel im saarVV mit Darstellung der Fahrten in Echtzeit. Neben den klassischen Funktionen – bspw. Verbindungsauskünfte für Haltestellen, Adressen oder aktuelle Standorte, Anzeigen von Ticketangeboten für die ausgewählte Fahrt oder Abfahrtstafeln für Haltestellen – besitzt die Plattform jetzt neue Funktionen. Eine Alarmfunktion sendet Push-Benachrichtigungen für Verbindungen mit Echtzeitinformationen und macht so z. B. auf Verspätungen aufmerksam. Die Eingabe und Speicherung von favorisierten Adressen in der Verbindungssuche wie z. B. die Arbeitsstelle oder Schule wird erleichtert. Weitere Verbindungsdetails wie Fußweg-Routen in der Karte unterstützen die Multimodalität der Fahrgäste. Gewählten Verbindungen lassen sich in einen Kalender eintragen und per SMS oder E-Mail versenden. Das neue Design und die verbesserte Menüführung erleichtern den Umgang mit der Webseite und der App – insbesondere auch für ungeübtere Nutzer.

Um das HandyTicket letztlich im Saarland zu realisieren, wurde die Saarfahrplan-App in Zusammenarbeit mit den Partnern Zweckverband Personennahverkehr Saarland ZPS, eos.uptrade GmbH (zuständig für den Ticketshop) und HaCon Ingenieurgesellschaft mbH (zuständig für die Fahrplanauskunft) um einen Ticketshop erweitert.

Als weiteren elektronischen Vertriebsweg führt der Saarländische Verkehrsverbund voraussichtlich bis Ende des Jahres die Bezahlarten POB & WEB ein.

POB steht für „Postpaid“ Berechtigung und bedeutet, dass der Kunde über eine automatisierte Fahrtberechtigung verfügt, die mit einem Kundenkonto verbunden ist von dem der Betrag nachträglich automatisch abgebucht wird. Die Fahrkarte wird auf das (((eTicket mit dem Bordrechner geladen und der Kunde zahlt über das eigene Konto – also keine Bezahlung in bar erforderlich.

WEB steht für „Werteinheitenberechtigung“. Der Kunde lädt – ähnlich wie bei einer Geldkarte – Guthaben auf sein (((eTicket und kann im Anschluss seine Fahrkarten mit dem (((eTicket bezahlen bis das Guthaben aufgebraucht ist.