Sie sind hier: Leben in Rentrisch / Katholische Gemeinde / Pfarrbrief aktuell
Freitag, 03-04-2020

Gottesdienste im aktuellen Monat

Zum privaten Gebet und zum Anzünden einer Kerze sind die Pfarrkirchen in Rentrisch und Scheidt jeweils von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

 

Liebe Mitchristen!

„Halleluja, Jesus lebte: Er ist wahrhaft auferstanden“. Mit diesem Jubelruf begrüßen wir einander am Ostermorgen. In diesem Jahr wird der Jubel verhaltener ausfallen und wir werden ihn gewiss nicht in und nach den Gottesdiensten einander zusprechen können. Aber gerade angesichts einer der größten Krisen, die wir seit Jahrzehnten durchmachen, ist es umso wichtiger, diese Botschaft zu verkünden. Sie vermag die Trauernden zu trösten, die Ängstlichen zu stärken und den Verzweifelten Hoffnung zu schenken.

Dabei liegt es uns Christen fern, das Leid, die Angst und die Sorgen der Menschen zu verharmlosen. Wir nehmen ihre Not und Verzweiflung, all das, was sie in diesen Tagen durch­machen sehr ernst. Als Christen stehen wir ja selbst Tag für Tag in dieser Herausforderung. Bevor wir Ostern feiern gedenken wir am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz. Dieses Gedenken erdet unseren österlichen Glauben.

Die Auferstehung des Herrn ist der Grund unserer Hoffnung, sie ist die Kraft unseres Glaubens, sie ist die Zuversicht in allem Kummer.

Lassen wir uns ermutigen von den Osterwünschen, die uns Paul Weismantel, Priester und Exerzitienbegleiter des Bistums Würzburg, zuspricht:

„In allem Werden und Vergehen

in allem, was auch kommen mag,

begleite uns die tröstliche Zusage

der Treue des Auferstandenen.

In allen Höhen und Tiefen,

in allen Licht- und Schattenseiten,

beseele uns der schöpferische

Atem des Auferstandenen.

In allen Gewinnen und Verlusten,

in Gesundheit und Krankheit

berühre uns die heilende Kraft

der Nähe des Auferstandenen.

In allen Anfängen und Abschieden,

im Glück und im Unglück

erfülle uns die verwandelnde

Hoffnung es Auferstandenen.

In allem, was geschieht,

begegne und segne uns

ein Zeichen jenes wahren Lebens,

das der Auferstandene uns verheißt.“

So wünschen wir Ihnen auch inmitten der Krise

ein gesegnetes und heilvolles Osterfest!

 

Pfr. Peter Serf

 

 

 

 

Liebe Mitchristen!

In diesen Tage ist alles anders, als wir es gewohnt sind: Unsere Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, Begegnungen sind kaum mehr möglich. Nur noch die wichtigsten Aufgaben und Dienste für den Mitmenschen dürfen außerhalb des Hauses erledigt werden. Selbst Spaziergänge sind nur unter der Maßgabe möglich, Abstand zu halten.

Auch die Feier der Gottesdienste sind von den Schutzmaßnahmen betroffen. Wir können nicht mehr zusammenkommen, um gemeinsam Eucharistie zu feiern und die Kommunion zu empfangen. Kreuzweg- und Passionsandachten dürfen nicht mehr öffentlich stattfinden. Spät- und Frühschichten fallen aus. Selbst die Kar- und Osterliturgie wird in diesem Jahr in unseren Gemeinden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Was aber nicht eingeschränkt ist, ist die Möglichkeit im Gebet miteinander verbunden zu bleiben und die Not der Menschen vor Gott zu tragen. Viele haben die schrecklichen Bilder vor Augen, die uns aus Italien erreichen und die Angst wächst, dass die Pandemie auch bei uns weit schlimmere Ausmaße annimmt, als wir uns zur Zeit noch vorstellen können.

Solche Ängste belasten uns, ganz zu schweigen von denen, die bereits infiziert sind, sich in Quarantäne oder im Angehörigen bangen. Sie brauchen unser begleitendes Gebet.

Deshalb läuten wir täglich um 19.30 Uhr die Glocken unserer Kirchen als Aufforderung, innezuhalten und still zu beten. Anregungen für das Gebet finden Sie in diesem Pfarrbrief.

Unsere evangelischen Mitchristen läuten sonntags um 10:00 Uhr die Kirchenglocken anstelle der Gottes­dienstfeier und laden konfessionsübergreifend zum Gebet ein. Nutzen wir diese Gelegenheit zur ökumenischen Ver­bun­denheit.

Ich werde auch weiterhin die Hl. Messe für unsere Pfarr­gemeinden feiern. Ich tue es zu den üblichen Zeiten: Dienstags, Mittwochs, Freitags und Samstags, jeweils um 18:00 Uhr und Sonntags um 10:30 Uhr. Haben Sie Verständnis, dass die Gläubigen an diesen Gottesdiensten nicht teilnehmen können. Die Sorge um Leib und Leben jedes einzelnen zwingt zu diesen einschränkenden Maß­nahmen. Wenn ich gezwungen bin, ohne Sie, die Gemeinde, die Hl. Messe zu feiern, weiß ich mich doch in diesen Augenblicken mit Ihnen verbunden. Und Sie dürfen gewiss sein, dass ich Ihre Anliegen in das fürbittende Gebet auf­nehme.

Zum privaten Gebet und zum Anzünden einer Kerze sind die Pfarrkirchen in Rentrisch und Scheidt jeweils von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Die Gläubigen sind auch herzlich eingeladen, die Gottesdienste, die über die Medien verbreitet werden, zuhause mitzufeiern und in dieser Weise auch geistlich zu kommunizieren. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unserer Pfarreiengemeinschaft: www.pfarreiengemeinschaft-scheidter-tal.de . Wenn auch die Seelsorge im persönlichen Gespräch vis-à-vis augenblicklich nicht möglich ist, können Sie mich jederzeit telefonisch erreichen, entweder über die Telefon­nummer des Pfarrbüros, Tel.: 0681/814609 oder auch über Handy: 01776559407. (Oder über die E-Mail-Adresse: Peter.Serf(at)bgv-trier(dot)de) Sollte ich nicht ans Telefon gehen können, werde ich den Anrufbeantworter einstellen und auf Wunsch zurückrufen.

Mir ist es wichtig, dass Sie wissen: Ich möchte auch in diesen schweren Zeiten, soweit es mir möglich ist, für Sie da sein.

Wir dürfen auch die nicht vergessen, die auf Hilfe ange­wiesen sind. Sicher haben Sie selbst schon Sorge getragen, dass Ihre alten und kranken Angehörigen oder Nachbarn mit Lebensmitteln oder notwendigen Medikamenten versorgt werden.

Wenn jemand auf eine solche Dienstleistung angewiesen ist, kann er sich auch gerne im Pfarrbüro melden (Tel.: 0681/814609). Wir werden uns bemühen, zu helfen oder Hilfe zu organisieren. Mittlerweile bieten viele entspre­chen­de Hilfen an.

Auf unserer Internetseite: www.pfarreiengemeinschaft-scheidter-tal.de können Sie weitere Informationen zur derzeitigen Krise und Anregungen zum Gebet abrufen.

Das Pfarrbüro bleibt auch weiterhin zu den üblichen Bürostunden per Telefon und per Mail erreichbar. Nach Weisung des Bistums bitten wir jedoch, von persönlichen Besuchen im Pfarrbüro abzusehen.

Leider müssen wir auch unsere Besuchsdienste einstellen, was uns aber nicht daran hindern soll, Ihnen die Geburtstagsglückwünsche Ihrer Pfarrgemeinde auf anderem Wege zukommen zu lassen.

 

Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie gesund bleiben und diese Krisenzeit wohlbehalten überstehen. Mit Gottes Segen und Kraft werden wir diese Herausforderung bewältigen.

 

Ihr Pfr. Peter Serf

 

 

 

 

MISEREOR-Kollekte am 28./29. März 2020

In diesen Tagen besinnen sich viele Menschen in unserer Gemeinde auf den Wert des Zusammenhaltens und der Solidarität. Die Folgen des Corona-Virus treffen auch die MISEREOR-Fastenaktion, da die Kollekte eine existenzielle Säule der MISEREOR-Projekt-Arbeit ist. Durch die Absage aller Gottesdienste , entfällt somit auch diese wichtige Sammelaktion. Dennoch geht die Arbeit in den Hilfsprojekten weiter.

Menschen im Nahen Osten, in Venezuela, im Kongo und anderen Ländern sind auf unsere Solidarität angewiesen. Zu den übergroßen Nöten und Leiden wie Krieg, Vertrei­bung und Flucht kommt nun die Sorge um die eigene Gesundheit in Zeiten der Pandemie hinzu.

Daher wenden wir uns heute mit folgender Bitte an Sie:

Bitte spenden Sie Ihre Kollekte direkt an MISEREOR.

Das geht per:

•      www.misereor.de/fasten-spende  oder

•      Spendenkonto

       MISEREOR

Pax-Bank Aachen

IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10

BIC: GENODED1PAX

Sie können Ihre Spende auch in einem Briefumschlag in den Briefkasten des Pfarrbüros werfen.

Ich danke Ihnen von Herzen und wünsche Ihnen für die kommende Zeit viel Kraft, Zusammenhalt und Gesundheit. Mögen Sie die kommenden Monate unversehrt überstehen.

 

 

 

 

Bischof Stephan Ackermann lädt uns ein, mit folgenden Worten zu beten:

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie

Jesus, unser Gott und Heiland,

in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt

kommen wir zu Dir und bitten Dich:

·    für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;

·    für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;

·    für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;

·    für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;

·    für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;

·    für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;

·    für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;

·    für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

·    für die Menschen, die am Virus verstorben sind und für diejenigen, die im Dienst an den Kranken ihr Leben gelassen haben.

 

 

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,

hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.

Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.

Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.

Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

 

 

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,

um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,

so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

 

 

Wir stehen in der Fastenzeit.

In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,

die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:

Gib, dass auch diese  Fastenzeit uns die Gnade schenkt, unseren Glauben zu vertiefen

und unser christliches Zeugnis zu erneuern,

 indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen,

die uns begegnen, annehmen

und uns mit allen Menschen verstehen

als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

***

Es können ein Vater unser und ein Gegrüßet seist du, Maria angefügt werden.